Luis Enriquez Bacalov

Luis Enriquez Bacalov

geboren am 30.8.1933 in Provincia de Buenos Aires, Argentinien

gestorben am 15.11.2017 in Roma, Lazio, Italien

Links www.discogs.com (Englisch)

Luis Enríquez Bacalov

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Luis Enríquez Bacalov (* 30. März 1933 in Buenos Aires) ist ein Oscar-ausgezeichneter argentinischer Filmkomponist.

Karriere

Bacalov begann seine Karriere in Italien, wo er wie auch Ennio Morricone bei RCA Records unter Vertrag war. Mit Morricone verbindet ihn seither eine langjährige Freundschaft.[2] Er komponierte unter anderem für Musiker wie Gianni Morandi, Dino oder Rita Pavone. Anfang der 1960er Jahre begann er als Arrangeur und Komponist beim Film zu arbeiten, unter anderem für Die Nackte mit Horst Buchholz und Bette Davis. Für Pasolinis Das erste Evangelium Matthäus war er 1967 (unter anderem neben Elmer Bernstein) für den Oscar nominiert, unterlag aber Ken Thorne. Während der 1960er und 1970er Jahre schrieb Bacalov die Musik zu zahlreichen Italowestern, neben Django mit Franco Nero in der Titelrolle unter anderem Drei Vaterunser für vier Halunken mit Lee Van Cleef, sowie den Titelsong für die Bud-Spencer-Westernkomödie Der Dicke in Mexiko. Für den Film Töte Amigo mit Klaus Kinski schrieb er die komplette Filmmusik, die Produzenten verwendeten jedoch aus Werbegründen lieber den bekannteren Namen Morricones.[3] Während der 1980er Jahre arbeitete Bacalov vor allem für Fernsehproduktionen. 1996 gelang ihm ein Comeback, als er für Der Postmann den Oscar für die beste Filmmusik gewinnen konnte, nachdem zuvor Morricone das Angebot ausgeschlagen hatte.[4] 2003 verwendete Quentin Tarantino zwei Italowesterntitel von Bacalov für seine beiden Teile von Kill Bill, 2012 das Titellied von Django für seine Hommage an das Westerngenre, Django Unchained.

Bacalov schrieb zudem auch klassische Stücke für Chöre und Orchester, unter anderem Misa Tango, welches 2000 in Rom mit Plácido Domingo als Tenor uraufgeführt wurde.

Filmografie (Auswahl)

  • 1963: Die Nackte (La noia)
  • 1966: Django (Django)
  • 1966: Töte Amigo (El chuncho, quien sabe?)
  • 1966: Eine Frage der Ehre (Una questione d'onore)
  • 1966: Rocco der Mann mit den zwei Gesichtern (Sugar Colt)
  • 1967: Zwei Särge auf Bestellung (A ciascuno il suo)
  • 1967: Ein Halleluja für Django (La più grande rapina del West)
  • 1968: La Bambolona die große Puppe (La bambolona)
  • 1968: La pecora nera
  • 1968: Lo scatenato
  • 1969: L'Amica
  • 1969: Blutiges Blei (Il prezzo del potere)
  • 1969: Die Rechnung zahlt der Bounty-Killer (La morte sull'alta collina)
  • 1969: Heißes Spiel für harte Männer (Rebus)
  • 1969: I quattro del Pater Noster
  • 1970: L'oro dei bravados
  • 1970: Quadratur der Liebe (Cuori solitari)
  • 1971: Halleluja Amigo (Si può fare amigo)
  • 1971: Lo chiamavano King
  • 1972: Drei Vaterunser für vier Halunken (Il grande duello)
  • 1971: Der Todesengel (La vittima designata)
  • 1972: Monta in sella, figlio di
  • 1973: Auf verlorenem Posten (La polizia è al servizio del cittadino?)
  • 1973: Diamantenpuppe (L'ultima chance)
  • 1973: Der Mann aus El Paso (Un hombre llamado Noon)
  • 1973: Partirono preti, tornarono curati
  • 1975: Auge um Auge (La città sconvolta: caccia spietata ai rapitori)
  • 1976: Abrechnung in San Franzisko (Gli esecutori)
  • 1980: Fellinis Stadt der Frauen (La città delle donne)
  • 1991: Ein einfacher Fall (Una storia semplice)
  • 1994: Der Postmann (Il postino)
  • 1999: Der Liebesbrief (The Love Letter)
  • 2006: Sea of Dreams
  • 2007: Hotel Meina

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Chartdiskografie Deutschland
  2. I was and still am a close friend of Morricone
  3. Because I want Ennio Morricone's name in the film because he is known for the spaghetti westerns
  4. They asked Morricone first, but he refused, too busy.
Normdaten: Library of Congress Control Number (LCCN): n 82132822 | Virtual International Authority File (VIAF): 199275
Diese Seite wurde zuletzt geändert am 10.03.2014 08:47:00

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