Musikdatenbank

Orchester/Ensemble

Dresdner Kreuzchor

Links www.kreuzchor.de (Deutsch, Englisch)

Dresdner Kreuzchor

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Dresdner Kreuzchor
Sitz: Dresden / Deutschland
Gattung: Knabenchor
Leitung: Kreuzkantor Roderich Kreile
Stimmen: 125 (SATB)
Website: www.kreuzchor.de

Der Dresdner Kreuzchor ist ein weltbekannter Knabenchor aus Dresden mit einer etwa 650-jährigen Chortradition. Er zählt nach dem Aachener Domchor, den Regensburger Domspatzen, dem Stadtsingechor zu Halle und dem Leipziger Thomanerchor zu den fünf ältesten Knabenchören Deutschlands und Europas.

Beschreibung

Dem Dresdner Kreuzchor gehören heute 125 Kruzianer[1] – so werden die Chormitglieder genannt – im Alter von 9 bis 19 Jahren an, die als gemischt-stimmiger Knabenchor (Sopran/Alt/Tenor/Bass) musizieren. Die Größe der Besetzung richtet sich nach den jeweils aufzuführenden Werken. Zu Gastspielen reisen etwa 80 Kruzianer.

Träger des Kreuzchores ist die Stadt Dresden (er ist also kein kirchlicher Chor), wobei allerdings die künstlerische Heimstatt des Chores die Kreuzkirche ist. Die Gestaltung der Musica sacra für die Vespern und Gottesdienste entspricht seiner ursprünglichen Verpflichtung und bildet zugleich das Fundament seiner künstlerischen Arbeit.

Ein gleichermaßen vielfältiges wie umfassendes Repertoire zeichnet den Chor aus. Es reicht von den frühbarocken Werken des Dresdner Hofkapellmeisters Heinrich Schütz, den Bachschen Passionen, Motetten und Kantaten sowie der Chormusik des 19. Jahrhunderts bis zur Moderne; wie die Uraufführung des Werkes Pilgerfahrten von Chaya Czernowin. Mit zahlreichen Ur- und Erstaufführungen erfährt der Dresdner Kreuzchor immer wieder auch die Beachtung und Anerkennung der Fachkritik.

Die gemeinsamen Konzerte mit der Dresdner Philharmonie, der Sächsischen Staatskapelle Dresden oder Spezialensembles für „Alte Musik“ sind fest verwurzelt im Konzertleben der Stadt Dresden.

Regelmäßig wird der Chor zu Fernseh- und Rundfunkaufnahmen verpflichtet. Seit über 80 Jahren produzieren die Kruzianer Tonaufnahmen für angesehene Schallplattenfirmen. Werke aus nahezu allen Epochen der Musikgeschichte wurden seitdem aufgenommen und liegen heute als CDs bei Berlin Classics, Capriccio, Teldec und der Deutschen Grammophon Gesellschaft vor.

Bis zum Abitur erhalten die Kruzianer ihre schulische Ausbildung am Evangelischen Kreuzgymnasium. Die Kruzianer des ersten Jahrgangs (vierte Klasse) sowie die älteren mit weiteren Heimfahrtswegen wohnen im Alumnat, dem Internat des Chores.

Erfolg und Berühmtheit resultieren nicht allein aus dem spezifischen Klang der Knabenstimmen (auch Kruzianerstimmen genannt), Grundlage dafür sind die tägliche Probenarbeit und ein intensiver Gesangs- und Instrumentalunterricht. Die Synthese zwischen liturgischer Tradition, kontinuierlicher Ausbildung und einer hohen künstlerischen Qualität verhilft dem Ensemble zu weltweiter Ausstrahlung.

Im Jahr 2014 wurde der Dresdner Kreuzchor gemeinsam mit dem Thomanerchor und den Dresdner Kapellknaben vom Land Sachsen für das Immaterielle Kulturerbe nominiert.

Kreuzschule und Dresdner Kreuzchor

Geschichte

Am 6. April 1300 wird erstmals urkundlich ein Dresdner Schulmeister erwähnt. Bei dem Anfang der Schule dürfte es sich um eine Pfarrschule gehandelt haben, die im Verlauf des 14. Jahrhunderts bis 1380 in die Verwaltung des Dresdner Rates überging. Der Name Kreuzschule hing mit der Lage in der Nähe der ebenfalls um diese Zeit nach an die Nikolaikirche gekommene Reliquie vom Kreuz Christi, für die eigens eine Kapelle, die Kreuzkapelle, angebaut wurde.[2] Die Nikolaikirche wurde wiederum erstmals 1319 als Kreuzkirche bezeichnet. Eine wichtige Aufgabe – schriftlich nachweisbar seit 1371 – besteht in der Ausbildung von Chorknaben,[3] welche für liturgische Gesänge benötigt wurden. Darüber hinaus kommen sie bei der Feier von Gottesdiensten zum Einsatz.

Das tatsächliche Alter des Chores ist nicht exakt belegbar. So wurde die 700-Jahr-Feier des Chores im 20. Jahrhundert gleich fünfmal (davon – mindestens – dreimal festlich) begangen: 1916, 1926, 1931, 1937 und 1947.[3] Nach der so bezeichneten 775-Jahr-Feier im Jahr 1991 führte bereits 1992 der Historiker Karlheinz Blaschke aus: „Es ist nur zu hoffen, dass das Kreuzchorjubiläum von 1991 das letzte ist, das sich auf das Jahr 1216 bezieht, da ein solcher Bezug haltlos ist.“[4]

Auf Grund der erstmaligen schriftlichen Erwähnung von 1371, der Tatsache, dass um diese Zeit die Schule in städtische Trägerschaft überging und der erst ab 1390 nachweisbaren endgültigen Umbenennung der Nikolai- in Kreuzkirche liegt es daher nahe,[2] das tatsächliche Alter des Chores für 2016 mit etwa 645 Jahren anzunehmen.[3]

Handschriftenarchiv

In Depots des Kreuzchors fanden sich historische Handschriften und Drucke und Kopien von Handschriften wieder. Um diese schematisch zu erfassen, zu digitalisieren und der Öffentlichkeit bereitzustellen, gründete sich 2013 das privat betriebene Handschriftenarchiv Dresdner Kreuzchor.

Kreuzkantoren

Kreuzkantoren leiten den Kreuzchor und sind Angestellte der Stadt Dresden in einem besonderen vertraglichen Verhältnis. Mitunter ist der Posten über mehrere Jahrzehnte mit einer Person verbunden, so bei Ernst Julius Otto (Kreuzkantor in den Jahren 1828–1875) und Rudolf Mauersberger (1930–1971).

Kreuzchorvespern

Die jährlich über 20 Kreuzchorvespern am Sonnabend um 17 Uhr verstehen sich als musikalische Andachten und werden regelmäßig von über eintausend Zuhörern besucht. Die aus dem Altarraum erklingende Chormusik wird durch Orgelspiel, das Wort zum Sonntag, Gemeindechoral sowie Gebet und Segen ergänzt.

Im Advent, zu Weihnachten, bei der Christvesper der Kruzianer, Ostern oder Pfingsten warten die Besucher bereits mehrere Stunden in langer Schlange auf dem Altmarkt, um Einlass in die Kirche zu finden. Und für die Kruzianer sind es jährlich neu erlebte Höhepunkte, vor über viertausend Menschen musizierend die christliche Botschaft zu verkünden.

Gottesdienste

Bis zu 35 Mal im Jahr singen die Kruzianer im Gottesdienst am Sonntagmorgen die Motetten von der Chorempore und stimmen die Wechselgesänge mit einer kleinen Chorgruppe in liturgischer Kurrendetracht im Altarraum an. Als Besonderheit gilt ebenso das Psalmodieren der Epistel und des Evangeliums durch einen Kruzianer.

Konzerte

Die jährlich über zehn Konzerte werden durch das Kirchenjahr bestimmt. Beginnend mit zwei Weihnachtsliederabenden, schließen sich drei Aufführungen der Kantaten 1 bis 3 des Bachschen Weihnachtsoratoriums an, am Jahresbeginn folgen die Kantaten 4 bis 6. Den Gedenktag an die Zerstörung Dresdens im Zweiten Weltkrieg begeht der Chor mit Werken, die dem mahnenden Anlass dieses Tages entsprechen. In der Karwoche steht die zweimalige Aufführung der Bachschen Matthäuspassion auf dem Programm. In den ersten Sommerwochen erklingt meist ein groß besetztes chorsinfonisches Werk im Rahmen der Dresdner Musikfestspiele.

Ostermette

Die traditionelle Ostermette des Dresdner Kreuzchores findet seit den 1950er Jahren am Morgen des Ostersonntages statt. Hierin werden nach der Tradition mittelalterlicher Mysterienspiele die biblischen Geschehnisse szenisch dargestellt, begleitet von Musik des früheren Kreuzkantors Rudolf Mauersberger. Seit 2017 wird eine bearbeitete Form vorgeführt. Sie wurde bearbeitet von Peter Kopp.

Tourneen, Konzerte und andere Auftritte

  • Die Kruzianer sind gefeierte Gäste in Kirchen und Konzertsälen des In- und Auslandes. Gastspiele führten den Chor in den letzten Jahren in die USA, nach Japan, Südkorea, Taiwan, Volksrepublik China sowie Kanada. Ferner in viele weitere europäische Länder und in zahllose deutsche Städte. Drei feste Tourneen finden in jedem Jahr statt: im Sommer, Herbst und Winter. Dazu kommen mehrere Kurzreisen.
  • Opernhäuser wie die Semperoper Dresden, die Deutsche Oper Berlin oder die Komische Oper Berlin engagieren Sänger des Chores regelmäßig als Solisten, beispielsweise als Knabenterzett in der Zauberflöte oder als Hirtenknabe in Tosca.
  • Der Dresdner Kreuzchor gestaltet regelmäßig die Gottesdienste in der Kreuzkirche mit Liturgiegesängen sowie Motetten und Kantaten.
  • An den Sonnabenden (außer in den Ferien) singt der Chor in der „Vesper“ der Kreuzkirche, einer musikalisch-liturgischen Abendandacht von etwa 60 Minuten Dauer.
  • Insgesamt singen die Kruzianer ca. 100 mal im Jahr: etwa 50 Gottesdienste und Vespern, 10 Konzerte in der Kreuzkirche sowie 40 Konzerte auf Tourneen und Gastspielen. Jährlich erleben 150.000 Besucher die Aufführungen des Chores.[5]

Bekannte ehemalige Kruzianer

  • Theo Adam (* 1926), Sänger (Bass), Opernregisseur
  • Hansjörg Albrecht (* 1972), Chordirigent, Leiter des Münchener Bach-Chores
  • Olaf Bär (* 1957), Sänger (Bariton)
  • Ludwig Blochberger (* 1982), Schauspieler
  • Henryk Böhm, Sänger (Bariton)
  • Wolfram Böhme, (1937–2011), Lyriker, Mundartdichter
  • Volker Bräutigam (* 1939), Komponist, Kirchenmusiker
  • Dankwart Brinksmeier (* 1956), Pfarrer
  • Michael von Brück (* 1949), Theologe
  • Christian Collum (* 1943), Kirchenmusiker
  • Atlas Crusius (1606–1679), ehemaliger Bürgermeister der Stadt Chemnitz
  • Matthias Eisenberg (* 1956), Organist, Cembalist, Kirchenmusiker
  • Helmar Federowski (* 1946), Musiker, Tontechniker
  • Wolfgang Fischer (1932–2011), Kirchenmusiker
  • Matthias Geissler (* 1946), Chordirigent der Dresdner Philharmonie
  • Johannes Gelbke (1846–1903), Komponist, Musiker
  • Christfried Göckeritz (* 1953), Dirigent, 2004–2012 Rektor der Hochschule für Musik und Theater Rostock
  • Friedrich Goldmann (1941–2009), Komponist, Dirigent
  • Andreas Göpfert (* 1947), Chorleiter, Musikpublizist
  • Carl Heinrich Graun (1704–1759), Komponist, Kapellmeister, Sänger
  • Johann Gottlieb Graun (1702–1771), Komponist und Violinist
  • Friedbert Groß (* 1937), Musikpädagoge, Komponist, Politiker
  • Marius Haas (* 1945), Diplomat
  • Peter Habermann (* 1959), Gesangspädagoge, Chorleiter, u.a. Rundfunk-Jugendchor Wernigerode und Kammerchor Wernigerode
  • Hartmut Haenchen (* 1943), Dirigent
  • Siegfried Heinrich (* 1935), Kirchenmusiker, Chorleiter
  • Matthias Herrmann (* 1955), Musikwissenschaftler
  • Torsten Hofmann (* 1966), Sänger (Tenor), Deutsche Oper am Rhein, Staatsoper Stuttgart
  • Franz Holzweißig (* 1928), Ingenieur
  • Wilfried Jentzsch (* 1941), Komponist
  • Ulrich Kaiser (* 1973), Kirchenmusiker, Leiter des Neuen Knabenchores Hamburg, Leiter des MDR Kinderchores
  • Steffen Kammler (* 1965), Dirigent, Chordirektor Norwegischen Staatsoper, Oratorienchor Cæciliaforeningen, Oslo
  • Ekkehard Klemm (* 1958), Dirigent, Komponist, Rektor der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden, Leiter der Singakademie Dresden
  • Richard Klemm (1902–1988), Cellist, Komponist
  • Christoph Kleemann (1944–2015), Pfarrer, Oberbürgermeister, Lehrer
  • Matthias Klingner (* 1954), Institutsleiter des Fraunhofer IVI in Dresden
  • Christoph König (* 1968), Dirigent
  • Peter Kopp (* 1967), Gründer und Chorleiter des Vocal Concert Dresden, ehemaliger Chordirigent des Kreuzchores (1995–2017)
  • Hermann Kretzschmar (1848–1924), Musikwissenschaftler
  • Frieder Lang (* 1950), Sänger (Tenor) und Gesangsprofessor
  • Wolfram Lattke (* 1978), Sänger (Tenor)
  • Christian Lehmann (* 1954), Komponist, Kirchenmusiker
  • Martin Lehmann (* 1973), Chordirigent, Leiter des Windsbacher Knabenchores, zuvor Leiter der Wuppertaler Kurrende
  • Friedrich Hermann Löscher (1860–1944), Pfarrer, Heimatforscher
  • Heinrich Magirius (* 1934), Kunsthistoriker, Denkmalpfleger
  • André Marchand (* 1945), Pianist
  • Eckehard Mayer (* 1946), Komponist
  • Rolf-Hans Müller (1928–1990), Komponist, Dirigent
  • Johann Gottlieb Naumann (1741–1801), Komponist, Kapellmeister
  • Andreas Pabst (* 1979), Dirigent, Pianist und Arrangeur
  • René Pape (* 1964), Opernsänger (Bass)
  • Günter Paulik (* 1943), Bürgermeister der Stadt Neusalza-Spremberg (1990–2008)
  • Martin Petzoldt (1946–2015), Theologe, ehemaliger Vorsitzender der Neuen Bachgesellschaft
  • Tobias Pöche (* 1978), Sänger (Tenor) beim Calmus Ensemble Leipzig
  • Hermann Christian Polster (* 1937), Sänger (Bass)
  • Franns Wilfried Promnitz von Promnitzau (* 1952), Sänger (Tenor), Musiker, Dirigent
  • Hans-Christoph Rademann (* 1965), Gründer und Leiter des Dresdner Kammerchores, Leiter des RIAS Kammerchores und der Internationalen Bachakademie Stuttgart
  • Horst Rasch (* 1953), Ingenieur, Politiker
  • Torsten Rasch (* 1965), Komponist
  • Karl Richter (1926–1981), Bachinterpret, Chorleiter, Dirigent, Musiker
  • Ludwig Schnorr von Carolsfeld (1836–1865), Opernsänger (Tenor)
  • Ernst Gerold Schramm (1938–2004), Sänger (Bariton/Bass)
  • Peter Schreier (* 1935), Sänger (Tenor), Dirigent
  • Andreas Schröder (* 1939), Kirchenmusiker
  • Joachim Schröter (* 1931), Physiker
  • Volker Schurig (* 1940), Chemiker
  • Jens Sembdner (* 1967), Sänger (Die Prinzen)
  • Siegfried Sieber (1885–1977), Pädagoge, Heimatforscher
  • Wolfram Steude (1931–2006), Musikwissenschaftler, Musiker
  • Eckehard Stier (* 1972), Dirigent des Auckland Philharmonia Orchestra
  • Eric Stoklossa (* 1979), Sänger (Tenor)
  • Hans Thamm (1921–2007), Gründer des Windsbacher Knabenchores
  • Helmut Tramnitz (1917–2007), Musikwissenschaftler, Organist
  • Paul Umlauft (1853–1934), Komponist, Chordirigent, Musikkritiker
  • Wolfgang Unger (1948–2004), Kapellmeister, Chorleiter
  • Stefan Vanselow (* 1980), Kirchenmusikdirektor in Hameln
  • Lothar Voigtländer (* 1943), Komponist
  • Sebastian Wartig (* 1989), Sänger (Bariton)
  • Wolfgang Weidlich (* 1931), Physiker
  • Eberhard Wilms (* 1940), Historiker und Schulbuchautor
  • Manfred Winter (* 1935), Gründer des Knabenchor Dresden
  • Achim Zimmermann (* 1958), Dirigent, Leiter der Berliner Singakademie und des Bach-Chors Berlin
  • Udo Zimmermann (* 1943), Komponist, Dirigent, Intendant
  • Michael Zumpe (* 1955), Sänger (Bariton), Chorleiter

Vokalgruppen ehemaliger Kruzianer

  • Dresdner Vocalisten
  • Five Gentlemen
  • Collegium Canticum Dresden[6]
  • canta d'elysio[7]
  • echo[8]
  • arcanum musicae[9]
  • Vokalgruppe VIP[10]
  • In Voce Veritas[11]

Preise und Auszeichnungen

  • 2005 wurde der Dresdner Kreuzchor mit dem Brahms-Preis der in Heide ansässigen Brahms-Gesellschaft Schleswig-Holstein ausgezeichnet.[12]
  • 2013 wurde dem Kreuzchor im Rahmen der ersten China-Tournee der Ehrenpreis des Shanghai Arts Festivals verliehen. Nachdem die Konzertagentur vor Schwierigkeiten mit der chinesischen Zensurbehörde gewarnt hatte, strich der Kreuzchor das Lied Die Gedanken sind frei aus dem Repertoire dieser Tournee.[13] Damit sollten „etwaige Fragen nach einer Textübersetzung vermieden werden, um die rechtzeitige Erteilung einer Einreisegenehmigung nicht zu gefährden“, erklärte dazu die Leitung des Kreuzchores, „eine politische Demonstration mit Minderjährigen sei nicht zu vertreten“.[14]
  • Ferner ist der Chor Träger des Europäischen Chorpreises (Europäischer Kulturpreis).
  • Im Dezember 2014 wurden der Dresdner Kreuzchor als einer von drei Sächsischen Knabenchören in das Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes in Deutschland aufgenommen.[15]

Literatur

  • Dresdner Kreuzchor – Kreuzchor: Engel, Bengel und Musik. MDR-Dokumentation, Regie: Jana von Rautenberg, seit 2006; DVD: Edel Records, Teile 1–8, 2007; Teile 9–13, 2007.
  • Karlheinz Blaschke: Dresden, Kreuzkirche, Kreuzschule, Kreuzchor, Kruzianer. Musikalische und humanistische Tradition in 775 Jahren. Gütersloh/München 1991, ISBN 3-570-06664-9
  • Matthias Herrmann: Singet dem Herrn ein neues Lied. Zeitgenössische Chormusik beim Dresdner Kreuzchor. in: Sächsische Heimatblätter 62(2016)1, S. 2–6
  • Dieter Härtwig, Matthias Herrmann: Der Dresdner Kreuzchor. Geschichte und Gegenwart, Wirkungsstätten und Schule. Evangelische Verlagsanstalt, Leipzig 2006, ISBN 3-374-02402-5
  • Jürgen Helfricht: Dresdner Kreuzchor und Kreuzkirche. Eine Chronik von 1206 bis heute. Husum 2004, ISBN 3-89876-180-0
  • Hans John: Der Dresdner Kreuzchor und seine Kantoren. Berlin 1987, ISBN 3-374-00177-7
  • Helga Mauersberger (Hrsg.): Dresdner Kreuzchor und Thomanerchor Leipzig zwei Kantoren und ihre Zeit – Rudolf und Erhard Mauersberger. Druck- und Verlagsgesellschaft Marienberg, Marienberg 2007. ISBN 978-3-931770-46-4
  • Christoph Münchow: Im Dreiklang bis heute: Dresdner Kreuzchor, Kreuzkirche Dresden, Kreuzgymnasium Dresden. Dresden 2015. ISBN 978-3-943444-49-0

Weblinks

 Commons: Kreuzchor Dresden – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Spielzeitbuch 2016 des Dresdner Kreuzchores
  2. a b Karlheinz Blaschke, Uwe John (Hrsg. im Auftrag der Landeshauptstadt Dresden): Geschichte der Stadt Dresden – Band 1: Von den Anfängen bis zum Dreißigjährigen Krieg. Konrad Theiss Stuttgart, 2005. S. 205, 235. ISBN 3-8062-1906-0.
  3. a b c Martin Morgenstern: 645 Jahre Kreuzchor – Wie alles begann. Online, abgerufen am 15. Dezember 2015.
  4. Karlheinz Blaschke: Kreuzkirche, Kreuzschule und Kreuzchor zu Dresden im Mittelalter. In: Schola crucis, schola lucis? Dresdner Hefte – Beiträge zur Kulturgeschichte, Heft 30, 2/92, S. 5–8, hier: S. 6. ISBN 3-910055-14-1. Im gleichen Heft weitere Nachweise, dass der Kreuzchor nicht 1216 gegründet wurde oder zu diesem Zeitpunkt als bereits existierend anzusehen ist.
  5. Stand 2013 (Memento vom 11. Februar 2013 im Webarchiv archive.is). Archivierte Seite, abgerufen am 6. Dezember 2015.
  6. COLLEGIUM CANTICUM DRESDEN Maennerstimmen-Doppelquartett. Abgerufen am 21. Dezember 2015.
  7. canta d'elysio. Abgerufen am 3. Januar 2016.
  8. echo | das Dresdner Männerchorensemble. In: www.echo-ensemble.de. Abgerufen am 25. April 2016.
  9. arcanum musicae. In: www.arcanum-musicae.de. Abgerufen am 29. Juli 2017.
  10. Vokalgruppe VIP. In: vip-vokalgruppe.de/. Abgerufen am 29. Juli 2017.
  11. In Voce Veritas. In: http://www.invoceveritas.de/ueberuns.html/. Abgerufen am 29. Juli 2017.
  12. Brahmspreis 2008. Archiviert vom Original am 25. Juni 2009, abgerufen am 21. Dezember 2015.
  13. Jens Jessen: Nur keine Gedankenfreiheit! Wovor sich der Kreuzchor in China gefürchtet hat. In: Die Zeit, 7. November 2013, S. 49.
  14. Kreuzchor wehrt sich gegen scharfe Kritik (Memento vom 14. Dezember 2013 im Internet Archive), mdr.de, 5. November 2013.
  15. Pressemitteilung der Kultusministerkonferenz
Diese Seite wurde zuletzt geändert am 31.10.2017 17:08:32

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