Mastodon

Mastodon

Links www.mastodonrocks.com (Englisch)

Mastodon (Band)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Gründung 2000
Genre Progressive Metal, Sludge
Website http://www.mastodonrocks.com
Aktuelle Besetzung
E-Bass, Gesang Troy Sanders
Gitarre, Gesang Brent Hinds
Gitarre Bill Kelliher
Schlagzeug, Gesang Brann Dailor
Ehemalige Mitglieder
Gesang Eric Saner (2000)

Mastodon ist eine im Jahr 2000 gegründete US-amerikanische Metalband aus Atlanta (Georgia), die verschiedene Musikstile von Progressive Metal über Sludge und Math- bis Hardcore in sich vereint. Typisch für Mastodon sind lange Instrumentalteile, anspruchsvolle Rhythmusvariationen und als komplex geltende, schwere Gitarrenriffs. Mastodon stehen bei Reprise Records unter Vertrag und haben bislang vier Studioalben und eine DVD veröffentlicht. Im Jahre 2007 wurden sie für einen Grammy in der Kategorie Best Metal Performance nominiert.

Bandgeschichte

Gründung und Remission (2000-2004)

Der Schlagzeuger Brann Dailor und der Gitarrist Bill Kelliher spielten bis 1999 zusammen in der experimentellen Death-Metal-Band Lethargy. Nachdem die Band auseinanderbrach, gaben die Musiker ein kurzes Gastspiel bei der Band Today Is the Day, mit der sie das Album In the Eyes of God einspielten. Anfang 2000 lernten Dailor und Kelliher bei einem Konzert der Band High on Fire in Atlanta den Gitarristen Brent Hinds und den Bassisten Troy Sanders kennen. Hinds und Sanders kannten sich bereits seit 1993 und waren zum damaligen Zeitpunkt gerade von Rochester nach Atlanta umgezogen. Die Musiker fanden schnell heraus, dass sie die gleichen Bands wie z.B. Neurosis, die Melvins oder Thin Lizzy mochten. Nach zwei Jamsessions im Januar 2000 wurde die Band gegründet.[1]

Mit dem Sänger Eric Saner war die erste Besetzung komplett. Im Juni 2000 nahm die Band ein Demo mit neun Liedern auf. Saner verließ die Band nach wenigen Monaten aus persönlichen Gründen, kurz bevor Mastodon auf eine fest gebuchte Tour gehen wollten. Aus Zeitgründen übernahmen Hinds und Sanders den Gesang. Mastodon tourten mit Bands wie Cannibal Corpse, Morbid Angel und Queens of the Stone Age an der Ostküste der USA. Anfang 2001 wurde über Reptillian Records die EP Slick Leg veröffentlicht, bevor die Band von Relapse Records unter Vertrag genommen wurde.

Im Frühjahr 2001 folgte eine weitere Tour an der US-amerikanischen Ostküste zusammen mit Eyehategod, Keelhaul und Burnt by the Sun sowie Auftritte beim Milwaukee Metal Festival. Im August 2001 erschien mit der EP Lifesblood die erste Veröffentlichung über Relapse. Kurze Zeit später wurde in den Zero Return Studios in Atlanta das Debütalbum Remission aufgenommen. Nach der Veröffentlichung im Mai 2002 konnten Mastodon einige kleine Erfolge im Untergrund verbuchen. Ende 2002 tourten Mastodon zusammen mit Darkane und High on Fire durch Japan, bevor die Band 2003 zusammen mit The Haunted und Hatesphere die ersten Konzerte in Europa spielten. Weitere Konzerte in den USA zusammen mit Clutch folgten. Ebenfalls 2003 nahm Mastodon für eine Split-EP mit der Band American Heritage eine Coverversion des Thin-Lizzy-Liedes Emerald auf.[1]

Leviathan und Blood Mountain (2004-2007)

Mitte 2004 nahm die Band in Seattle ihr zweites Studioalbum Leviathan auf, welches im August veröffentlicht wurde. Leviathan ist ein Konzeptalbum welches sich lose auf Herman Melvilles Novelle Moby Dick bezieht. Mit etwa 8.000 verkauften Einheiten in der ersten Woche schafften Mastodon zum ersten Mal den Sprung in die Charts und erreichten in den USA Platz 139.[1] Die britischen Rockmagazine Kerrang! und Terrorizer kürten Leviathan zum Album des Jahres.[2][3]

Mastodon tourten mit Fear Factory und Sworn Enemy durch Nordamerika, bevor sie zusammen mit Killswitch Engage an der Jägermeister Music Tour von Slayer teilnahmen. Nach einer Europatournee mit Dozer und Extol wurden Mastodon von Reprise Records, einer Tochterfirma des Major-Labels Warner Music unter Vertrag genommen.[1] Im Sommer 2005 nahmen Mastodon an der Ozzfest-Tour durch Nordamerika teil und teilten die Bühne mit Bands wie Black Sabbath und Iron Maiden. Ende des Jahres begann die Band mit den Aufnahmen für ihr drittes Studioalbum. Relapse Records veröffentlichten im Januar 2006 unter den Titel Call of the Mastodon eine neu gemasterte Version des Demos. Später folgte mit The Workhorse Chronicles die erste DVD, die Konzertmitschnitte und Interviews enthält.

Im September 2006 erschien mit dem von Matt Bayles produzierten Blood Mountain das dritte Album Mastodons. Das Konzeptalbum über das Element Erde, nach Feuer (Remission) und Wasser (Leviathan) das dritte Album über die vier Elemente[4], bietet neben Gastauftritten von Neurosis-, The-Mars-Volta- und QOTSA-Musikern[5] den bislang massenkompatibelsten Zugang zur Musik der Band: Der Anteil extremen Metals wurde zurückgeschraubt und dafür vermehrt auf melodische Bögen und Prog-Elemente Wert gelegt.[6] Musikkritiker hoben erneut die instrumentalen Fähigkeiten der Bandmitglieder positiv hervor, so seien die Hochgeschwindigkeits-Licks und gitarristische Akrobatik [] brillant, nahezu unglaublich und setzten neue Genre-Standards.[4] Vermehrt wurden Vergleiche zu Gruppierungen wie Rush und King Crimson laut.[7][4][6]

Im Herbst 2006 spielten Mastodon im Vorprogramm der Europatour von Tool, Anfang 2007 folgten Shows unter anderem mit Slayer und Converge. Das Lied Colony of Birchmen erhielt in der Kategorie Best Metal Performance eine Grammy-Nominierung. Der Preis ging jedoch an Slayer.[8] Im März 2007 spielten Mastodon beim Dubai Desert Rock-Festival ihr erstes Konzert im Nahen Osten.

Am 9. September 2007 spielten Mastodon zusammen mit Josh Homme das Lied Colony of Birchmen bei den MTV Video Music Awards. In der Nacht legte sich Brent Hinds im betrunkenen Zustand mit dem System-of-a-Down-Bassisten Shavo Odadjian an. Es kam zu einer Schlägerei, bei der Hinds schwere Kopfverletzungen, eine gebrochene Nase, zwei blaue Augen und Hirnblutungen erlitt. Hinds musste daraufhin für längere Zeit im Krankenhaus behandelt werden.[9]

Crack the Skye (2008heute)

Nach Hinds Genesung machte sich die Band an die Arbeiten zu ihrem vierten Studioalbum Crack the Skye, das von Brendan OBrien produziert und am 24. März 2009 veröffentlicht wurde. Zwischenzeitlich tourte die Band Ende 2008 zusammen mit Slayer, Trivium und Amon Amarth im Rahmen von Slayers Unholy Alliance-Tour durch Europa. Nach der Veröffentlichung von Crack the Skye, das eher an den Progressive Rock der 1970er Jahre angelehnt ist und mit positiven Kritiken ausgezeichnet wurde, folgten Nordamerika-Touren mit u.a. Dethklok, Between the Buried and Me und Baroness, sowie Auftritte in Europa mit Metallica. Bei den ausgiebigen Touren für Crack the Skye entstand Mastodons erste Live-DVD Live at the Aragon, das eine komplette Darbietung von Crack the Skye enthält und im März 2011 erscheinen soll.

2010 schrieben Mastodon auf Anfrage von Jimmy Hayward einen instrumentalen Soundtrack zu dessen auf dem gleichnamigen DC-Comics-Helden basierenden Film: Jonah Hex. Brent Hind bekam zusätzlich einen Cameo-Auftritt in diesem Film.[10] Am 29 Juni 2010, zwei Wochen nach US-Filmstart, wurde die mit Jonah Hex: Revenge Gets Ugly betitelte EP, digital über Reprise Records veröffentlicht.[11]

2011 steuerten sie zum offiziellen Soundtrack für den Science-Fiction-Film Transformers: Dark of the Moon den ZZ-Top-Covertitel Just got paid bei.[12]

Des weiteren gab die Band Anfang 2011 bekannt, dass das Songwriting für ein fünftes Studioalbum begonnen hat. Seit Ende April wurden auf der offiziellen Facebookseite von Mastodon Fotos veröffentlicht, die die vier Musiker bei Aufnahmen zeigen. Unter anderem ist auch Dave Grohl von der Band Foo Fighters zu sehen. Das Album wird den Titel The Hunter tragen und am 27. September 2011 veröffentlicht.[13]

Diskografie

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Studioalben

  • 2002: Remission
  • 2004: Leviathan
  • 2006: Blood Mountain
  • 2009: Crack the Skye

EPs

  • 2001: Slick Leg
  • 2001: Lifesblood
  • 2010: Jonah Hex: Revenge Gets Ugly

Singles

  • 2004: Iron Tusk
  • 2004: Blood and Thunder
  • 2006: Capillarian Crest
  • 2006: The Wolf is Loose
  • 2007: Colony of Birchmen
  • 2007: Sleeping Giant
  • 2009: Oblivion
  • 2009: Divinations

Splits

  • 2002: March of the Fire Ants/Hung, Drawn and Quartered (mit High on Fire)
  • 2003: The Emerald/Boylover (mit American Heritage)
  • 2009: Just Got Paid (mit ZZ Top)

Kompilationen

  • 2006: Call of the Mastodon

DVD

  • 2006: The Workhorse Chronicles
  • 2011: Live at the Aragon

Weblinks

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 1,2 1,3 musicmight.com: MusicMight Artist Mastodon
  2. rocklistmusic.co.uk: End of year list
  3. rocklistmusic.co.uk: Terroriser Albums of the year
  4. 4,0 4,1 4,2 Review von whiskey-soda.de zu Blood Mountain
  5. cdstars.de: Blood Mountain: Plattenkritik auf cdstarts.de
  6. 6,0 6,1 bandsmagazine.ch: bandsmagazine.ch über Blood Mountain
  7. sweetjanemusic.com: Blood Mountain
  8. blabbermouth.net: SLAYER Wins GRAMMY In 'Best Metal Performance' Category
  9. lasvegasweekly.com: Post-VMA headbanging
  10. http://www.pastemagazine.com/articles/2009/10/mastodon-talks-about-recording-jonah-hex-score-swi.html
  11. http://www.roadrunnerrecords.com/blabbermouth.net/news.aspx?mode=Article&newsitemID=141709
  12. Mastodon Vs. The Transformers. mastodonrocks.com (2011-05-23). Gefunden am 2011-08-17.
  13. "The Hunter" - coming for you in Augmented Reality!. mastodonrocks.com (2011-08-04). Gefunden am 2011-08-17.
  14. 14,0 14,1 14,2 14,3 billboard.com: Artist Chart History - Mastodon
  15. 15,0 15,1 15,2 musicline.de: Chartverfolgung / Mastodon / longplay
  16. 16,0 16,1 hitparade.ch: Mastodon in den schweizer Charts
  17. 17,0 17,1 austriancharts.at: Mastodon in den österreichischen Charts
  18. 18,0 18,1 18,2 chartstats.com: Chart Stats - Mastodon
Diese Seite wurde zuletzt geändert am 28.08.2011 22:53:11

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