Tom Petty

Tom Petty - © Mudcrutch on en.wikipedia (10.06.2006)

geboren am 20.10.1953 in Gainesville, FL, USA

gestorben am 2.10.2017 in Malibu, CA, USA

Alias Charlie T. Jnr.
Muddy Wilbury

Links www.tompetty.com (Englisch)

Tom Petty

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Thomas Earl „Tom“ Petty (* 20. Oktober 1950 in Gainesville, Florida; † 2. Oktober 2017 in Santa Monica, Kalifornien[1]) war ein US-amerikanischer Musiker, der zunächst mit seiner Band Tom Petty & the Heartbreakers und später auch als Solokünstler tätig war.

Leben

Petty schloss 1968 die High School ab und besuchte ein Jahr lang das College. Seine erste Band The Sundowners benannte sich in Epics um. Sie wurde schnell lokal bekannt. 1970 wurde die Band in Mudcrutch umbenannt. Häufig trat sie mit der ebenfalls aufstrebenden Gruppe Lynyrd Skynyrd auf. Mudcrutch hatten ihre eigene Musik und kombinierten den Einfluss britischer Bands mit dem kalifornischen Stil der Byrds, von Buffalo Springfield und der Flying Burrito Brothers. 1974 bekamen sie einen ersten Plattenvertrag.

Von 1974 bis 1996 war Tom Petty mit Jane Benyo verheiratet. Aus der Ehe gingen zwei Töchter hervor. Seit 2001 war er mit Dana York verheiratet.[2] Petty lebte zuletzt in Malibu. Am 2. Oktober 2017 wurde er nach einem Herzstillstand in ein Krankenhaus in Santa Monica eingeliefert, wo er starb.[3]

Karriere als Musiker

Die eigentliche Karriere begann 1976 mit Tom Petty & the Heartbreakers und dem gleichnamigen Debüt-Album der Band. Es folgten sechs weitere Alben sowie eine Live-CD. 1987 ging Petty mit Bob Dylan auf Welttournee und spielte im September als dessen Vorgruppe zusammen mit den Heartbreakers vor rund 80.000 Zuschauern im Treptower Park in Ost-Berlin.[4]

1989 veröffentlichte Petty sein erstes Soloalbum, Full Moon Fever, co-produziert von Jeff Lynne (sein Partner bei den Traveling Wilburys mit Bob Dylan, George Harrison und Roy Orbison) und Mike Campbell. Hits dieses Albums waren I Won’t Back Down, Free Fallin’ und Runnin’ Down a Dream. Außerdem ist eine Coverversion des Byrds-Stücks Feel a Whole Lot Better auf dem Album enthalten, das Pettys kommerzieller Durchbruch wurde. Es erreichte den dritten Platz der US-amerikanischen Album-Charts und wurde fünfmal mit der Platin-Schallplatte ausgezeichnet.[5] Petty wurde 1989 für seine Arbeit mit den Traveling Wilburys mit einem Grammy Award ausgezeichnet.

1990 nahm Ringo Starr zusammen mit Tom Petty, Joe Walsh und Jeff Lynne für eine Fernsehsendung zu Gedenken an John Lennon den Beatles-Titel I Call Your Name auf. 1994 erschien Pettys zweites Soloalbum, Wildflowers, für das er einen weiteren Grammy-Award erhielt. Unter den Hits dieses Albums, zu dessen Gastmusikern auch Ex-Beatle Ringo Starr zählte, waren You Don’t Know How It Feels, You Wreck Me und It’s Good to Be King. Am 29. November 2002, genau ein Jahr nach dem Tod George Harrisons, nahm Petty in der Londoner Royal Albert Hall am Gedenkkonzert für den ehemaligen Weggefährten teil. Im Juli 2006 erschien das Album Highway Companion, erneut produziert von Jeff Lynne.

Petty war mit der amerikanischen Sängerin Stevie Nicks befreundet, mit der er 1981 den Hit Stop Draggin’ My Heart Around veröffentlichte. Bei vielen seiner Konzerte begleitete sie ihn. Er war auch mit Johnny Cash befreundet, dessen Begleitband der letzten Alben der American-Recordings-Reihe sich seit 1996 maßgeblich aus Mitgliedern der Heartbreakers zusammensetzte. Nicht zuletzt veröffentlichte Cash dort auch eigene Versionen von Pettys Southern Accents und I Won’t Back Down.

1997 spielte er sich selbst in einer kleinen Gastrolle an der Seite von Kevin Costner in dem Film Postman. 2002 hatte er einen Gastauftritt in einer Folge der Simpsons, in der er seine Zeichentrickfigur sprach. Im Februar 2008 trat er mit den Heartbreakers in der Halbzeitshow des Super Bowl XLII auf.[6] Im April 2008 erschien ein neues Album, ein Reunionsalbum seiner ehemaligen Band Mudcrutch.[7] Im Rolling Stone ist Petty auf Rang 91 der 100 größten Musiker sowie auf Rang 59 der 100 besten Songwriter aller Zeiten gelistet.[8][9]

Diskografie

Soloalben

Jahr Titel Chartplatzierungen[10][11] Anmerkungen
Deutschland DE Osterreich AT Schweiz CH Vereinigtes Konigreich UK Vereinigte Staaten US
1989 Full Moon Fever
41
(18 Wo.)
73
(1 Wo.)
300! 8
(… Wo.)
3
(… Wo.)
CA: Sechsfachplatin; US: Fünffachplatin; UK: Gold
1994 Wildflowers
15
(18 Wo.)
13
(16 Wo.)
17
(10 Wo.)
36
(4 Wo.)
8
(… Wo.)
US: Dreifachplatin; CA: Doppelplatin
2006 Highway Companion
12
(8 Wo.)
60
(3 Wo.)
44
(3 Wo.)
56
(3 Wo.)
4
(14 Wo.)
US: Gold

Solosingles

Jahr Titel
Album
Chartplatzierungen[10] Anmerkungen
Deutschland DE Schweiz CH Vereinigtes Konigreich UK Vereinigte Staaten US
1989 I Won’t Back Down
Full Moon Fever
66
(10 Wo.)
300! 28
(11 Wo.)
12
(15 Wo.)
Gastmusiker: George Harrison
Runnin’ Down a Dream
Full Moon Fever
300! 300! 55
(5 Wo.)
23
(14 Wo.)
Free Fallin’
Full Moon Fever
300! 86
(1 Wo.)
59
(8 Wo.)
7
(21 Wo.)
Platz 177 der Rolling-Stone-500
UK: Silber
1990 A Face in the Crowd
Full Moon Fever
300! 300! 93
(2 Wo.)
46
(8 Wo.)
1994 You Don’t Know How It Feels
Wildflowers
300! 300! 91
(1 Wo.)
13
(22 Wo.)
Grammy (Rockdarbietung, männlich)
1995 You Wreck Me
Wildflowers
300! 300! 88
(1 Wo.)
300!
It’s Good to Be King
Wildflowers
300! 300! 300! 68
(8 Wo.)
2006 Saving Grace
Highway Companion
300! 300! 300! 100
(1 Wo.)

Literatur

  • Paul Zollo, Tom Petty: Conversations with Tom Petty. Omnibus Press, New York 2005, ISBN 1-84449-815-8.

Weblinks

 Commons: Tom Petty – Sammlung von Bildern

Quellen

  1. Kory Grow: Tom Petty, Rock Iconoclast Who Led the Heartbreakers, Dead at 66. In: Rolling Stone. 2. Oktober 2017, abgerufen am 2. Oktober 2017 (englisch).
  2. Paul Zollo, Tom Petty: Conversations with Tom Petty. Omnibus Press, New York 2005, ISBN 1-84449-815-8, S. 155–157.
  3. Tom Petty: 1950 - 2017, abgerufen am 2. Oktober 2017 (englisch)
  4. Stasi-Unterlage über das Konzert im Treptower Park 1987
  5. SWR3 Täglich Pop: Tom Petty mit erstem Album ohne die Heartbreakers, 4. April 1989
  6. www.nytimes.com: The Stubborn Voice of a Troubadour., 16. Januar 2011
  7. www.mudcrutch.com: Nashville's Leadon reunites with Petty on album and film
  8. 100 Greatest Artists of All Time. Rolling Stone, 2. Dezember 2010, abgerufen am 7. August 2017 (englisch).
  9. The 100 Greatest Songwriters of All Time. Rolling Stone, August 2015, abgerufen am 7. August 2017 (englisch).
  10. a b Chartquellen: DE, AT, CH, UK, US
  11. Quellen für Auszeichnungen: UK US CA
Diese Seite wurde zuletzt geändert am 19.10.2017 20:57:01

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