Michel Gaudry

geboren am 23.9.1928 in Eu, Haute-Normandie, Frankreich

gestorben am 29.5.2019 in Saint-Lô, Basse-Normandie, Frankreich

Links www.discogs.com (Englisch)

Michel Gaudry

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Michel Gaudry (* 23. September 1928 in Eu (Seine-Maritime), Frankreich) ist ein französischer Jazzbassist.

Leben und Wirken

Vor seiner Ausbildung zum technischen Zeichner spielte Gaudry zunächst Klavier und Klarinette in Pariser Clubs wie dem Lorientais, wo er unter anderem Claude Luter begleitete. Im Jahr 1955 hatte er sein Debüt als professioneller Musiker in Lausanne, wo er auch am Konservatorium Kontrabass studierte und an der Seite von Musikern wie Michel Hausser und Gérard Le Coat spielte.

Nach seiner Rückkehr nach Paris 1957 wurde Gaudry ein gefragter Bassist. Er spielte in verschiedenen Clubs, unter anderem mit dem Pianisten Art Simmons und seinem Trio (Pierre Cullaz, Pierre Cavalli, später mit Elek Bacsik) im Mars-Club.

Gaudry arbeitete mit vielen Musikern der französischen Jazzszene, wie Georges Arvanitas, Guy Lafitte, Henri Renaud, René Urtreger, Jack Diéval, Stéphane Grappelli und der Formation Les Double Six. Außerdem begleitete er viele amerikanische Musiker, die sich in Paris aufhielten, wie Dexter Gordon, Lee Morgan, Sonny Stitt, Billie Holiday, Duke Ellington, Bud Powell, Clark Terry, Barney Kessel, Lou Bennett, Billie Poole und Kenny Clarke. In den 1970er Jahren war er Mitglied der Formation "Swing Machine" von Gérard Badini mit Raymond Fol und Sam Woodyard.

Zudem war er ein gefragter Studiomusiker. Er begleitete zahlreiche französische und internationale Stars wie Barbara, Serge Gainsbourg, Jeanne Moreau, Claude Nougaro, Serge Lama, Nancy Holloway, Georges Moustaki (Déclaration) und Joséphine Baker.

Auswahldiskographie

  • Cat Anderson: Plays W.C.Handy (Black & Blue, 1977/78)
  • Buddy De Franco: Five Notes of Blues (Musidisc, 1991)
  • Dave Frishberg: Where You At? (Blloomdido, 1991)
  • Stéphane Grappelli: Meets Barney Kessel (Black Lion, 1969)
  • Lionel Hampton: Ring Dem Vibes – Jazz In Paris (Emarcy, 1976)
  • Bud Powell: Blues For Bouffement (Black Lion, 1964); Relaxin' At Home, 1961-64 (Mythic Sound); The Legacy (Jazz Door, 1953–64)
  • Clark Terry Sextet: Clark Terry (Swing, 1960)

Literatur

  • Carlo Bohländer, Karl Heinz Holler, Christian Pfarr: Reclams Jazzführer. 4., durchgesehene und ergänzte Auflage. Reclam, Stuttgart 1990, ISBN 3-15-010355-X.
Diese Seite wurde zuletzt geändert am 02.10.2018 20:41:11

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Michel Gaudry aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation.
In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.