Peter Eötvös

Peter Eötvös - © Jean-Francois Leclercq

geboren am 2.1.1944 in Transsilvania, Ungarn

Péter Eötvös

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Péter Eötvös [] (* 2. Januar 1944 in Odorheiu Secuiesc, ung. Székelyudvarhely, seinerzeit Ungarn, heute: Rumänien) ist ein ungarischer Komponist und Dirigent.

Eötvös wurde im Alter von 14 Jahren von Zoltán Kodály an der Musikakademie Budapest aufgenommen, wo er von 1958 bis 1965 studierte. 1966 erhielt er ein Stipendium für ein Dirigierstudium an der Kölner Musikhochschule. Von 1968 bis 1976 schloss sich eine Zusammenarbeit mit dem Ensemble von Karlheinz Stockhausen an. Von 1971 bis 1979 war er Mitarbeiter am Studio für Elektronische Musik des WDR in Köln. Von 1978 bis 1991 war er auf Ruf von Pierre Boulez musikalischer Leiter des Ensemble intercontemporain. Zwischen 1992 und 1998 nahm er eine Lehrtätigkeit an der Karlsruher Musikhochschule wahr, die er 2002 wieder aufnahm. Von 1998 bis 2001 war er Professor an der Kölner Musikhochschule.

Auszeichnungen

  • 1997: Bartók-Preis (Ungarn)
  • 1988: Officier de lOrdre des Arts et des Lettres (Frankreich)
  • 2000: Christoph-und-Stephan-Kaske-Preis (Deutschland)
  • 2000: Kossuth-Preis (Ungarn)
  • 2002: Royal Philharmonic Society Music Award (Großbritannien)
  • 2002: SACD Palmarès in der Kategorie Prix Musique (Frankreich)
  • 2003: Commandeur de lOrdre des Arts et des Lettres (Frankreich)
  • 2004: Cannes Classical Award in der Kategorie Best Living Composer auf der MIDEM in Cannes (Frankreich).
  • 2007: Frankfurter Musikpreis
  • 2008: Prix de composition musicale de la Fondation Prince Pierre de Monaco (Monaco) für das Violinkonzert Seven
  • 2011: Goldener Löwe der Biennale di Venezia[1]

Werke

Orchesterwerke
  • 1995 Atlantis. Uraufführung durch das RSO Köln
  • 1999 zeroPoints. Uraufführung durch das London Symphony Orchestra
  • 2002 IMA. Uraufführung durch das WDR Sinfonieorchester Köln
  • 2003 Jet Stream. Uraufführung durch das BBC Symphony Orchestra London
  • 2006 Seven Memorial for the Columbia Astronauts. Für Solovioline und Orchester
Kammermusik (Orchester)
  • 1993 Triangel
  • 1996 Psychokosmos: PSY Trio (für Cimbalon, Flöte und Cello)
  • 1998 Replica für Viola und Orchester
  • 2010 Schiller: energische Schönheit, UA: 6. Mai 2011 Wittener Tage für neue Kammermusik 2011, Ensemble Modern, Schola Heidelberg
Kammermusik (solo)
  • 1993 Psalm 151 in memoriam Frank Zappa für Schlagzeug solo
  • 1993/2001 Derwischtanz für Solo-Klarinette
  • 1998 zwei Gedichte für Polly für Cello solo
  • 2003 Erdenklavier - Himmelklavier für Piano solo
Opern
  • 1998 Drei Schwestern nach Anton Tschechow
  • 2002 Le Balcon nach dem Schauspiel von Jean Genet, ein Auftragswerk des Festivals von Aix-en-Provence in Zusammenarbeit mit dem Théâtre du Capitole de Toulouse, Uraufführung im Juli 2002 durch das Ensemble Intercontemporain im Rahmen des Festivals in Aix-en-Provence.
  • 2004 Angels in America nach dem gleichnamigen Schauspiel von Tony Kushner. Uraufführung im November 2004 in Paris, Théâtre du Châtelet.
  • 2008 Love And Other Demons nach dem gleichnamigen Roman von Gabriel García Márquez. Uraufführung im August 2008 in Glyndebourne.
  • 2009 Die Tragödie des Teufels Komisch-utopische Oper in zwölf Bildern, Text von Albert Ostermaier. Uraufführung im Februar 2010 in München, Bayerische Staatsoper.
  • 2013 Paradise reloaded (Lilith), Text von Albert Ostermaier. Uraufführung im Oktober 2013 in Wien, Neue Oper Wien

Literatur

  • Meine Musik ist Theatermusik. Peter Eötvös im Gespräch mit Martin Lorber. In: MusikTexte. Köln, 59 (1995), ISSN 0178-8884, S. 713.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. http://www.schott-musik.de/news/archive/show,5962.html
Normdaten: Library of Congress Control Number (LCCN): n 84181304 | Virtual International Authority File (VIAF): 42025155
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