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Musiker

Ewa Kupiec

Ewa Kupiec - © Demetrius Fordham

geboren 1964 in Duszniki-Zdrój (Bad Reinerz), Polen

Links www.ewakupiec.com (Deutsch, Englisch)

Ewa Kupiec

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Ewa Kupiec (* 1964) ist eine polnische Pianistin und Professorin.

Biografie

Ewa Kupiec studierte in Kattowitz, an der Frédéric-Chopin-Musikuniversität Warschau sowie der Londoner Royal Academy of Music und gewann gemeinsam mit Andrzej Bauer 1992 den ARD-Musikwettbewerb in der Kategorie Duo Klavier/Cello.[1] Zahlreiche Engagements führten Ewa Kupiec seitdem nicht nur zu den wichtigsten Festivals Europas, sondern auch zum Gewandhausorchester Leipzig, zum Gürzenich-Orchester und den Münchner Philharmonikern. Zudem spielte sie mit dem City of Birmingham Symphony Orchestra, dem Royal Stockholm Philharmonic, dem Milwaukee Symphony, dem Royal Philharmonic Orchestra und dem Warsaw Philharmonic. In der Saison 2005/06 gab sie ihr Solo-Debüt beim Royal Liverpool Philharmonic Orchestra sowie bei der International Piano Series in Londons South Bank Centre.

Ein besonderes Augenmerk von Ewa Kupiec gilt der zeitgenössischen Musik. So gab sie 2001 beispielsweise mit dem RSB die europäische Erstaufführung von Joan Towers Klavierkonzert unter der Leitung von Marin Alsop in Berlin. 2005 führte sie erstmals das wiederentdeckte 1. Klavierkonzert von Alfred Schnittke mit dem Rundfunk-Sinfonieorchester im Berliner Konzerthaus auf, dem im September 2006 die Einspielung des 2. Klavierkonzerts und des Doppelkonzerts folgten. In ihren Rezital- und Kammermusik-Programmen finden sich oft zeitgenössische Werke, und viele Komponisten haben ihr Werke zugeeignet. Regelmäßige Kammermusikpartner sind z. B. das Petersen Quartett, Jan Vogler, Jörg Widmann und Isabelle Faust.

Die enge künstlerische Zusammenarbeit der Pianistin mit dem Dirigenten Stanislaw Skrowaczewski ist seit dem Jahr 2003 auch durch die Aufnahme der beiden Klavierkonzerte Chopins dokumentiert. Ihr Repertoire umfasst neben den Standardwerken unter anderem Kompositionen von Lutosławski, Paderewski, Szymanowski, Clara Schumann, Szpilman, Ravel und Debussy.

Seit 2011 ist Kupiec Professorin an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover.[2]

Diskografie

Ewa Kupiec hat zahlreiche CDs eingespielt, darunter finden sich Werke von Grażyna Bacewicz, Lutosławski, Karol Szymanowski (Echo Klassik Konzerteinspielung des Jahres 1997) und Paderewski. Im Oktober 2004 veröffentlichte Sony Classical eine CD mit Werken für Klavier und Orchester des polnischen Komponisten Wladislaw Szpilman mit dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin. An aktuellen Aufnahmen liegen Schostakowitschs Klavier-Quintett mit dem Petersen Quartett, die CD „Conception“ u. a. mit Werken von Randall Meyers sowie „Children’s Corner“ mit Werken von Debussy, Ravel, Villa-Lobos und Meyers vor, die beiden letzteren bei ihrem eigenen Label „Solaris“. Im Februar 2007 erschien ihre Aufnahme von Solowerken Janáčeks. Im Mai 2005 absolvierte sie eine ausgedehnte Australien-Tournee – ihre dortige Aufnahme von Chopins 1. Klavierkonzert mit dem Melbourne Symphony Orchestra wurde die erste CD des neugegründeten orchestereigenen Labels. 2008 erscheint ihre Aufnahme der Schnittke-Klavierkonzerte mit dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin bei Capriccio.

Zitate über Ewa Kupiec

  • „Kupiec’ Spiel ist eine in dieser Perfektion seltene Mischung aus Temperament, grenzenloser Technik, Gestaltungsvermögen und vollständiger Durchdringung der musikalischen Faktur bei größtmöglicher Transparenz und nicht minder bewundernswertem Farbenreichtum. Ihr Spiel ist brillant und dennoch unaufdringlich, atmosphärisch dicht und völlig frei von virtuoser Kraftmeierei.“ (Frankfurter Allgemeine Zeitung, 29. August 2004)
  • „Eine wahre Offenbarung“ schwärmte der Komponist Witold Lutosławski von ihrer Virtuosität und ihrer natürlichen Individualität.

Einzelnachweise

  1. http://www.br.de/radio/br-klassik/ard-musikwettbewerb/preistraeger/preistraeger-pdf108.html (Memento vom 6. Oktober 2014 im Internet Archive)
  2. Stefan Arndt: Ewa Kupiec wird Professorin an der Musikhochschule. In: Hannoversche Allgemeine. 16. Februar 2012, abgerufen am 26. September 2015.

Weblinks

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