Rudolf Kelterborn

geboren am 3.9.1931 in Basel, BS, Schweiz

Links www.kelterborn.ch (Deutsch)

Rudolf Kelterborn

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Rudolf Kelterborn (* 3. September 1931 in Basel) ist ein Schweizer Komponist und Dirigent.

Leben

Kelterborn legte 1950 sein Abitur ab. Danach besuchte er Dirigierkurse bei Igor Markevitch in Salzburg. Er studierte Dirigieren bei Alexander Krannhals, Musiktheorie bei Gustav Güldenstein und Walter Müller von Kulm und Komposition bei Walther Geiser an der Musik-Akademie der Stadt Basel sowie Musikwissenschaften bei Jacques Handschin an der Universität Basel. Im Anschluss bildete er sich bei Willy Burkhard (Zürich), Boris Blacher (Salzburg), Günter Bialas und Wolfgang Fortner (Detmold) weiter. In den Jahren 1956 und 1960 besuchte er die Darmstädter Ferienkurse.

Von 1956 bis 1960 lehrte er Musiktheorie und Dirigieren an der Musik-Akademie der Stadt Basel. Von 1960 bis 1968 unterrichtete er Musiktheorie, Musikanalyse und Komposition an der Nordwestdeutschen Musikakademie Detmold. 1963 wurde er zum Professor ernannt. Von 1968 bis 1975 und von 1980 bis 1983 war er am Konservatorium und der Musikhochschule Zürich tätig. Von 1980 bis 1983 lehrte er dann an der Hochschule für Musik Karlsruhe. 1983 ging er zurück nach Basel, wo er Direktor der Musikakademie wurde. Als Gastdozent wirkte er in den USA, in England, Litauen (Musik- und Theaterakademie Litauens), Japan (Kunitachi Music College), China (Shanghai Conservatory of Music) und Russland (Sankt Petersburger Konservatorium). Zu seinen Schülern gehören u.a. Hartmut Fladt, Andrea Lorenzo Scartazzini, Alfons Karl Zwicker, Martin Schlumpf, Andreas Pflüger, Martin Jaggi und Martin Christoph Redel.

Von 1969 bis 1974 war er Chefredakteur der Schweizerischen Musikzeitung und von 1974 bis 1980 leitete er die Hauptabteilung Musik Radio des Schweizer Radio DRS. 1987 gründete er mit Heinz Holliger und Jürg Wyttenbach das Basler Musik Forum. 1992 war er Composer in Residence beim Cheltenham Festival. Kelterborns Werke werden in ganz Europa, in den USA und in Japan aufgeführt. Daneben ist er auch als Dirigent tätig.

Ehrungen und Preise

  • 1961: Förderungspreis der Stadt Stuttgart
  • 1962: Bernhard-Sprengel-Preis
  • 1970: Conrad-Ferdinand-Meyer-Preis
  • 1973: Zürcher Radiopreis
  • 1984: Komponistenpreis des Schweizerischen Tonkünstlervereins
  • 1984: Kunstpreis der Stadt Basel
  • 1987: Mitglied der Freien Akademie der Künste Mannheim

Werke

Kelterborn schuf Kompositionen aller Gattungen, darunter fünf Opern, Orchesterwerke auch mit Soloinstrumenten, Singstimme, Elektronik, Kammermusik und Vokalwerke.

Literatur

  • Andreas Briner: Rudolf Kelterborn. Komponist, Musikdenker, Vermittler. Zytglogge Verlag, Grümlingen 1993, ISBN 3-7296-0452-X.
  • Anton Haefeli: Rudolf Kelterborn. In: Komponisten der Gegenwart (KDG). Edition Text & Kritik, München 1996, ISBN 978-3-86916-164-8.
  • Dino Larese: Rudolf Kelterborn. eine Lebensskizze. Amriswiler Bücherei, Amriswil 1970.
  • Martin S. Weber: Die Orchesterwerke Rudolf Kelterborns. Gustav Bosse Verlag, Regensburg 1981, ISBN 3-7649-2203-6.

Weblinks

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