Alison Krauss

Alison Krauss

geboren am 23.7.1971 in Decatur, IL, USA

Links alisonkrauss.com (Englisch)

Alison Krauss

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Alison Krauss (* 23. Juli 1971 in Decatur, Illinois) ist eine US-amerikanische Sängerin, Violinistin und Fiddlespielerin, die die Bluegrass-Musik in den 1990er Jahren maßgeblich mitbeeinflusst hat. Sie ist auch als Produzentin tätig.

Biografie

Bereits mit fünf Jahren lernte Krauss Violine zu spielen und nahm klassischen Musikunterricht. Schon bald wurde sie jedoch der Klassik müde und begeisterte sich für Country- und Bluegrass-Licks. Mit acht Jahren begann sie, in und um ihre Heimatstadt Champaign (Illinois) herum an Talentwettbewerben teilzunehmen. Zwei Jahre später hatte sie ihre eigene Band. 1984 gewann sie ebenso wie in den beiden Folgejahren die „Illinois State Fiddle Championship“.[1][2] Die Society for the Preservation of Bluegrass in America kürte sie zum „Most Promising Fiddler“ im Mittleren Westen. Sie wurde vom „Father of Bluegrass“, Bill Monroe gefördert.

Ihr Tonträgerdebüt gab Alison Krauss 1985 auf einem Album ihres Bruders Viktor, das er zusammen mit Jim Hoiles und Bruce Weiss aufgenommen hatte. Es heißt Different Strokes und wurde auf dem unabhängigen Fiddle-Tunes-Label veröffentlicht. Das erste eigene Album, Too Late To Cry, veröffentlichte Krauss 1987 im Alter von 16 Jahren. In Europa wurde sie besonders durch ihre Mitarbeit an dem Soundtrack zum Film O Brother, Where Art Thou? im Jahr 2000 bekannt. 2005 wurde ihr Duett Whiskey Lullaby mit Brad Paisley bei den CMA Awards als „Song of the Year“ ausgezeichnet.

Krauss arbeitet seit vielen Jahren mit der Begleitband Union Station, bestehend aus Dan Tyminski (Gitarre, Gesang), Ron Block (Banjo, Gitarre, Gesang), Jerry Douglas (Dobro) und Barry Bales (Bass, Gesang). Darüber hinaus ist Krauss auch als Produzentin tätig, u. a. für die Bluegrass-Bands Nickel Creek und The Cox Family sowie für Alan Jackson.

2007 lernte Alison Krauss den früheren Sänger von Led Zeppelin, Robert Plant, bei der Vorbereitung zu einem gemeinsamen Beitrag für ein „Tribute to Leadbelly“-Konzert kennen. Aus dieser Zusammenarbeit entstand ein gemeinsames Musikprojekt, aus dem im Oktober 2007 das Album Raising Sand hervorging. Es wurde 2009 mit fünf Grammys ausgezeichnet.

Bertram Eisenhauer charakterisierte den Gesang von Alison Krauss im Jahr 2011 in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung:

„Alison Krauss und ihre Musik nicht zu kennen ist schädlich für die seelische Gesundheit, und trotzdem ist die Neununddreißigjährige außerhalb ihrer amerikanischen Heimat bislang nicht recht bekannt.“

Bertram Eisenhauer: FAZ vom 5. Mai 2011[2]

Auszeichnungen

  • Krauss wurde bisher mit 27 Grammys ausgezeichnet und ist damit die erfolgreichste Künstlerin. Sie erhielt auch mehrere CMA Awards und International Bluegrass Music Awards.
  • 2012 erhielt sie vom Berklee College of Music einen Ehrendoktor der Musik.[3]

Diskografie

Alben

  • 1985: Different Strokes
  • 1987: Too Late To Cry
  • 1989: Two Highways
  • 1990: I've Got That Old Feelin
  • 1992: Every Time You Say Goodbye
  • 1994: I Know Who Holds Tomorrow
  • 1995: Now That I've Found You: A Collection
  • 1997: So Long So Wrong
  • 1999: Forget About It
  • 2001: New Favorite
  • 2002: Live
  • 2004: Lonely Runs Both Ways
  • 2007: A Hundred Miles or More: A Collection
  • 2007: Raising Sand (mit Robert Plant)
  • 2009: Essential (Best-of-Album)
  • 2011: Paper Airplane
  • 2017: Windy City

Soundtracks

  • 1997: It Doesn't Matter (Buffy - Im Bann der Dämonen)
  • 2003: O Brother, Where Art Thou? (O Brother, Where Art Thou?)
  • 2003: Mona Lisa's Smile (Mona Lisas Lächeln)
  • 2004: In Search Of Cold Mountain (Unterwegs nach Cold Mountain) (Lied: You Will Be My Ain True Love)

DVD

  • 2002: Live
  • 2004: Down From The Mountain
  • 2009: A Hundred Miles Or More: Live From The Tracking Room

Weblinks

 Commons: Alison Krauss – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Roberta A. Johnson: Shelbyville – "The Fiddle Capitol of Illinois" for 50 years. Shelbyville Daily Union, abgerufen am 26. Januar 2015 (englisch).
  2. a b Bertram Eisenhauer: Sogar kokett kann sie werden. FAZ, 5. Mai 2011, abgerufen am 4. November 2015.
  3. Laudatio (YouTube)
Diese Seite wurde zuletzt geändert am 20.01.2018 00:43:57

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Alison Krauss aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation.
In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.