
Sir Roger Norrington, neuer Principal Conductor
(Quelle: The Birkshire Review)
Text: RSC/ ZKO
An einem Montagmorgen um 9.30 Uhr versammelten sich verschiedenste Journalistinnen und Journalisten mit ihren Notizblöcken, Fotoapparaten und Mikrophonen im Kongresshaus Zürich, um der Pressekonferenz des Zürcher Kammerorchesters beizuwohnen.
Mit der Vorstellung der neuen Sponsoren, namentlich die AMAG und die Zürcher Kantonalbank, eröffnete der Direktor des ZKO, Michael Bühler, seine Rede.
Interessanter wurde es aber, als Bühler darüber berichtete, dass das ZKO sich neu zu einem spezialisierten Barockorchester formieren wird. Bereits an zwei Workshops hätten die MusikerInnen des ZKO teilgenommen, in denen sie die Möglichkeit hatten, sich ein Barockinstrument anzueigenen. "Barockmusik lässt sich aber auch mit modernen Instrumenten erzeugen", wie Norrington bescheiden anfügte.
Nun kam der Direktor des ZKO aber zum wesentlichen Teil der Pressekonferenz, nämlich der Saison 2011/12 mit seinem Motto: "Something Old, Something New, Something Borrowed, Something Blue"
Something Old nimmt dabei Bezug auf die Tradition des Zürcher Kammerorchester, auf Bewährtes und Beliebtes in der Programmierung zu setzen.
Something New meint die Zusammenarbeit mit
Sir Roger Norrington, der als Principal Conductor dem Orchester vorstehen wird. Neu wird zudem der "Composer in Residence", der lettische Komponist Peteris Vasks, in Erscheinung treten.
Something Borrowed zielt vor allem auf die Kollaboration mit renommierten Gastdirigenten wie z. B. mit Graziella Contratto oder Muhai Tang, dem früheren Principal Conductor des ZKO, ab.
Something Blue beschreibt im weitesten Sinne die Treue zum Kernrepertoire, aber auch die Loyalität und die fortlaufende Partnerschaft mit dem Museum Rietberg.
Radio Swiss Classic freut sich mit dem Zürcher Kammerorchester und Ihnen auf eine schöne, spannende und anregende
Konzertsaison 11/12 und wünscht viel Konzertvergnügen!

Alexander Pereira, Intendant
(Quelle: nzz.ch)
Text: RSC/ Opernhaus Zürich
Im Foyer I. Rang des Opernhaus Zürich fanden sich am vergangenen Mittwoch um 10.30 Uhr rund zwei Dutzend VertreterInnen von Zeitungen, Radio- und TV-Stationen ein, um zum letzten Mal Alexander Pereira und Heinz Spörli über die neue Saison des Opernhaus Zürich referieren zu hören.
Zu Beginn der Pressekonferenz bedankte sich der Ballettdirektor Heinz Spörli bei Pereira für die 15 Jahre, in denen er viele tolle Projekte durchführen durfte. Doch es ist nicht nur Spörlis letzte Saison, sondern auch die des Intendanten Alexander Pereira. Auch er zeigte sich etwas gerührt im Anblick auf seine letzte Saison als Intendant am Zürcher Opernhaus. Über mögliche Nachfolger der beiden wurde aber kein Wort verloren.
Nachdem im Januar dieses Jahres die Zuschauerzahlen um 2% eingebrochen waren, haben sie laut Pereira in den letzten Wochen wieder zugenommen, was er zum Anlass nahm, sich beim Publikum, die den Hilferuf offenbar erhört hatten, zu bedanken.
Nun begann der eigentliche und etwas langwierige Teil der Medienkonferenz - die Saison 2011/12 wurde von Alexander Pereira ausführlich vorgestellt.
Hier nur so viel: Es erwarten uns einige Premieren, wie z. B. "Le Convenienze ed inconvenienze teatrali" von
Donizetti mit der Neuentdeckung Mandy Fredrich als "Daria", das Ballett "Dornröschen" von Mats Ek mit Musik von
Tchaikowsky, die lyrische Tragödie in drei Akten "Poliuto" von Donizetti als Schweizerische Erstaufführung oder "Die Stadt der Blinden" als Oper in fünf Akten von Anno Schreiner, die am 12. November 2011 am Opernhaus Zürich welturaufgeführt wird.
Neben diesen Premieren finden auch viele Wiederaufnahmen Eingang ins Saisonprogramm des Opernhauses. Namhaft ist dabei das Melodramma "Rigoletto" von
Verdi, das zum 80. Geburtstag von
Nello Santi, dem musikalischen Leiter an diesem Abend, zur Aufführung gebraucht wird. Daneben geben sich keine geringeren als Carlos Alvarez und
Anna Netrebko in "Don Giovanni" von
Mozart die Ehre.
Ausschnitte aus dem Saisonprogramm des Opernhaus Zürich finden Sie auch im
Konzertkalender von Radio Swiss Classic.
Zu guter Letzt betonte Pereira, dass das Zürcher Opernhaus auch noch lange nach seiner Ära wunderbar sein werde, da es die nötige Liebe und Leidenschaft in sich trägt, die es für ein solch hochstehendes, kulturelles Schaffen benötigt.
In diesem Sinne wünschen wir den Herren Pereira und Spörli alles Gute für ihre letzte Saison in Zürich und Ihnen gute Unterhaltung im Opernhaus!